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Ost-West-Gefälle nimmt weiter zu

Berlin. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) fordert eine Angleichung der Ost-Löhne an das West-Niveau. Die Menschen in den »neuen Bundesländern« verlangten »zu recht« gleiche Bezahlung für gleiche Leistung, sagte er bei der Vorstellung des »Jahrbuchs Gerechtigkeit« am Donnerstag in Berlin. Dies gelte vor allem für die Privatwirtschaft, schränkte er ein. Im öffentlichen Dienst dagegen gefährde eine zu schnelle Anpassung des Gehaltsniveaus Arbeitsplätze. In seinem »Jahrbuch Gerechtigkeit« mahnt der ökumenische Herausgeberverband aus 31 Kirchen, kirchlichen Werken und Organisationen ein zunehmendes Gefälle zwischen Ost und West an. Zugleich hätten sich die regionalen Ungleichheiten in Ostdeutschland 17 Jahre nach dem Mauerfall wieder verschärft. Nur wenige Regionen zählten zu den Gewinnern, viele zu den Verlierern. Die Verfasser fordern zudem eine verbesserte Grundsicherung für Arbeitslose. Außerdem schlagen sie vor, die Mehrwertsteuer für Produkte aus dem Osten zu halbieren. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2007, Seite 4, Inland

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