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Lafontaine: Merkel ist dreist

Leipzig/Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall in Leipzig am Donnerstag bekräftigt, an ihrer »Reformpolitik« festhalten zu wollen. Unter anderem verteidigte sie in ihrer Ansprache, die nur selten von Unmutsäußerungen der Delegierten unterbrochen wurde, die Rente ab 67 Jahre als »richtigen Beschluß«.

In Berlin bezeichnete Linksparteichef Oskar Lafontaine den Merkel-Auftritt als »Gipfel des Zynismus«. Die Kanzlerin beharre auf Hartz IV, sei gegen Mindestlöhne und für Minijobs, Leiharbeit sowie befristete Arbeitsverhältnisse. »Ihr Bekenntnis zu starken Gewerkschaften ist angesichts ihrer Politik an Dreistigkeit nicht zu überbieten.«(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2007, Seite 1, Inland

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