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05.11.2007
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Vorwürfe gegen Hundeschule bestätigt
Hamburg/München. Ausbilder der Polizeihundeschule im oberpfälzischen Herzogau haben einen Teil der anonymen Anschuldigungen bestätigt. Der stellvertretende Leiter der Einrichtung habe in einer dienstrechtlichen Vernehmung eingeräumt, daß beim Abschlußabend eines Hundeführerseminars im Jahr 2001 eine Striptease-Tänzerin in der Schule aufgetreten sei, berichtet der Spiegel in seiner Montagsausgabe. Ein Ausbilder bestätigte dem Bericht zufolge zudem, daß bei den »Erstlingshundeführertaufen« für Neulinge auch Elektrohalsbänder getragen worden seien. Er selbst habe ein Halsband umgelegt bekommen.
In einem anonymen Brief war Ausbildern vorgeworfen worden, Beamtinnen bei Abschlußfeiern sexuell erniedrigt zu haben. Auch von neonazistischen Umtrieben und Tierquälerei war in dem Schreiben die Rede. Die Staatsanwaltschaft Regensburg leitete allerdings kein Ermittlungsverfahren ein. Bei der Befragung von 15 Beamtinnen, die in den vergangenen drei Jahren in Herzogau ausgebildet worden seien, hätten sich »keinerlei Anhaltspunkte« für Straftaten ergeben, hieß es. Alle Zeuginnen hätten versichert, die Teilnahme an »Erstlingshundeführertaufen« sei freiwillig gewesen.(ddp/jW)
In einem anonymen Brief war Ausbildern vorgeworfen worden, Beamtinnen bei Abschlußfeiern sexuell erniedrigt zu haben. Auch von neonazistischen Umtrieben und Tierquälerei war in dem Schreiben die Rede. Die Staatsanwaltschaft Regensburg leitete allerdings kein Ermittlungsverfahren ein. Bei der Befragung von 15 Beamtinnen, die in den vergangenen drei Jahren in Herzogau ausgebildet worden seien, hätten sich »keinerlei Anhaltspunkte« für Straftaten ergeben, hieß es. Alle Zeuginnen hätten versichert, die Teilnahme an »Erstlingshundeführertaufen« sei freiwillig gewesen.(ddp/jW)
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