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Bahn wird nicht so schnell verkauft

Berlin. Die Union betrachtet den geplanten Börsengang der Bahn als gescheitert. »Es wird in dieser Wahlperiode keine Privatisierung geben«, sagte Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich (CSU), der Welt (Samstagausgabe) laut Vorabmeldung. »Ich gehe davon aus, daß der Koalitionsausschuß das Projekt noch an diesem Sonntag stoppt.« Das Votum des SPD-Bundesparteitages für eine Privatisierung per Volksaktien habe jede Grundlage für eine Einigung innerhalb der Koalition zerstört, so Friedrich. Auch der CDU-Verkehrsexperte Georg Brunnhuber sagte dem Blatt: »Es ist für die Union völlig inakzeptabel, daß einem SPD-Parteitag das letzte Wort in Sachen Bahn-Privatisierung überlassen werden soll.« Die SPD-Delegierten hatten festgelegt, daß über das Ergebnis der Verhandlungen in der Koalition zur Zukunft der Bahn abschließend ein Parteitag entscheiden müsse. Brunnhuber sagte, nun wolle die Union die kommenden Bundestagswahlen und eine neue politische Konstellation abwarten.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2007, Seite 1, Inland

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