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Parlament in Kirgistan aufgelöst

Bischkek. Per Dekret hat der kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew am Montag das Parlament des Landes aufgelöst. Das Büro des Präsidenten erklärte, das Parlament habe eine politische Krise ausgelöst. Die Sicherheitskräfte wurden aufgefordert, Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Ein Sprecher Bakijews wollte sich nicht zu einem möglichen Termin für eine Neuwahl äußern. Die Wähler in Kirgistan hatten am Sonntag in einem Referendum geplanten Verfassungsänderungen zugestimmt. Die Wahlkommission erklärte, mehr als 74 Prozent hätten sich dafür ausgesprochen. Die Opposition kritisierte die Änderungen als Versuch Bakijews, seine Macht in der früheren Sowjetrepublik zu festigen. Künftig sollen die Abgeordneten des Parlaments über Parteilisten gewählt werden. Bislang werden sie einzeln in einer Direktwahl bestimmt.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.10.2007, Seite 6, Ausland

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