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Schäubles Sprecher schuld an Atomterror

Berlin. Das von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) entworfene Szenario eines unvermeidlichen nuklearen Terroranschlags geht angeblich auf ein Versehen der Pressestelle zurück. Schäubles Sprecher Stefan Kaller erklärte am Freitag in Berlin, ihm sei bei der Autorisierung eines Interviews ein »redaktioneller Fehler« unterlaufen. Schäuble hatte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gesagt, Experten seien »inzwischen überzeugt, daß es nur noch darum geht, wann solch ein Anschlag kommt, nicht mehr, ob«. Allerdings habe es »keinen Zweck, daß wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben«. Der Minister habe lediglich darauf hingewiesen, daß es für die Bürger keine Alternative gebe, als ihr Leben so weiterzuführen wie bisher, betonte Kaller. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2007, Seite 2, Inland

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