Zum Inhalt der Seite

Weiter Kritik an Milchpreissteigerung

Hamburg. Die EU-Kommis­sion hat die Preissprünge bei Milchprodukten in Deutschland scharf kritisiert. In Deutschland seien die Preise »außerordentlich stark gestiegen«, sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel der Bild am Sonntag. Dies sei »angesichts der allgemeinen Versorgungssituation in der EU nicht gerechtfertigt.«

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber verlangte behördliches Eingreifen. »Die großen Konzerne und die Zwischenhändler wollen wohl den großen Reibach machen. Da ist mit Sicherheit das Kartellamt gefordert«, sagte Stoiber der Zeitung. Der Chef des Dachverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen, warnte vor weiter steigenden Lebensmittelpreisen, sollten nachwachsende Energierohstoffe wie bisher gefördert werden. »Es ist hier zurzeit finanziell viel lohnender, Getreide oder Mais für Biogas anzubauen als es zum Backen oder als Futtermittel zu verwenden« sagte Billen der Rheinischen Post.

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!