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17.07.2007
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Libyen: Urteil im HIV-Prozeß verschoben
Tripolis. Die Entscheidung des Obersten Justizrats in Libyen über das Schicksal von fünf zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes ist am Montag um mehrere Stunden verschoben worden. Die Sitzung sollte nach amtlichen Angaben am Abend (nach jW-Redaktionsschluß) beginnen. Es hieß, der Rat wolle ein Dokument abwarten, in dem die Opferfamilien die Aufhebung der Todesstrafe im Gegenzug gegen eine vereinbarte Entschädigung akzeptierten. Die Verurteilten wurden von libyschen Gerichten für schuldig befunden, in einem Krankenhaus in Benghasi 438 Kinder mit HIV infiziert zu haben. Am Sonntag hatten sie ein Gnadengesuch beim Justizrat eingereicht. (AFP/jW)
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