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US-Ausschuß appelliert an Japan

Washington. Der außenpolitische Ausschuß im US-Repräsentantenhaus hat Japan aufgefordert, sich ausdrücklich für die Zwangsprostitution Tausender Frauen während des Zweiten Weltkrieges zu entschuldigen. Eine entsprechende Resolution wurde am Dienstag verabschiedet.
Mindestens 200000 Frauen, überwiegend aus Korea und China, waren Historikern zufolge damals von den japanischen Streitkräften als Sexsklavinnen mißbraucht worden. Dennoch habe Japan im Umgang mit dem Thema aktiv einen »historischen Gedächtnisschwund« gefördert, kritisierte der demokratische Ausschußvorsitzende Tom Lantos. Das Land solle seine geschichtliche Verantwortung für das Leid der sogenannten Trostfrauen unmißverständlich anerkennen und sich dafür entschuldigen, heißt es in der Resolution. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hatte noch im März geleugnet, daß Frauen von der Armee des Landes zur Prostitution gezwungen wurden. Die Resolution soll im Repräsentantenhaus zur Abstimmung gestellt werden.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2007, Seite 15, Feminismus

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