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Vor der Fusion: WASG verärgert

Berlin. Unmittelbar vor dem Vereinigungsparteitag hat die WASG ihren Fusionspartner vor dem Bruch von Vereinbarungen gewarnt. In einem Schreiben an Linkspartei-Chef Lothar Bisky erklärte WASG-Vorstandsmitglied Klaus Ernst am Donnerstag, seine Partei fasse es als »Affront« auf, wenn die Linkspartei mehr als die auf sie entfallenden elf Parlamentarier für den neuen Vorstand nominiere. Diese Absicht habe ihm der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, mitgeteilt. Der Landessprecher der WASG in Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Zimmermann, sprach von einer »Provokation«, die »schwere Irritationen« bei den WASG-Delegierten auslösen könne.

Am heutigen Freitag tagen beide Organisationen ein letztes Mal separat, bevor am Samstag die neue Partei »Die Linke« gegründet wird. Geführt werden soll sie von Bisky und von Fraktionschef Oskar Lafontaine. Der gesamte Vorstand wird für eine Übergangs­zeit paritätisch besetzt. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.06.2007, Seite 1, Inland

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