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Hilfe bei Recherche für Stolpersteine

Berlin. Schülerinnen und Schüler des Gebrüder-Montgolfier-Gymnasiums im Berliner Stadtteil Johannisthal (Treptow-Köpenick) recherchieren zur Zeit über das Schicksal von Bewohnern des Güldenhofer Ufers 10 (Berlin-Baumschulenweg), die während des Faschismus ermordet oder in den Tod getrieben wurden. Die Jugendlichen wollen mit Stolpersteinen vor dem Wohnhaus an ihr Schicksal erinnern. Es handelt sich um Klara (Käte) Mugdan, geborene Rosenthal, die sich 84jährig das Leben nahm, um der angekündigten Deportation zu entgehen, und um Familie Selbiger. Heinrich und Emma Selbiger wurden am 9. Dezember 1942 mit dem 24. Transport nach Auschwitz deportiert. Dort sind sie »verschollen«. Ihr Sohn Alfred Selbiger wurde als Leiter von Haschara-Ausbildungsstätten im Palästina-Amt verhaftet und am 1. Dezember 1942 in Sachsenhausen ermordet. Seine Frau Erika Selbiger, geborene Katz, wurde mit ihren Eltern deportiert. Überlebende oder Nachfahren sind nicht bekannt. Die Schülerinnen und Schüler bitten um weitere Hinweise und Einzelheiten über das Schicksal der genannten Opfer des Faschismus.(jW)

* Kontakt: BdA Treptow, PRO, Kiefholzstraße 275, 12437 Berlin, Tel.: 030/5328644 oder 030/6142510

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.06.2007, Seite 15, Antifaschismus

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