Zum Inhalt der Seite

Gigantische Quote

Ein kleiner Vogel läßt die Menschen in einem westniedersächsischen Hochmoorkomplex nach seiner Pfeife tanzen. Die knapp 5000 Hektar große Esterweger Dose ist das letzte Brutgebiet des Goldregenpfeifers in Mitteleuropa. Durch Schutzmaßnahmen soll der braungefiederte Vogel vor dem Aussterben gerettet werden: Ehrenamtliche Helfer bewachen die Nester oder veranstalten Fuchsjagden, denn der Fuchs gilt als Hauptfeind der jungen Goldregenpfeifer. Das Land Niedersachsen unterstützt diese Aktionen mit 180000 Euro jährlich. »Der Goldregenpfeifer ist der seltenste Vogel in Deutschland«, begründet Hermann Wreesmann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Oldenburg das Engagement. Im vergangenen Jahr seien fünf Goldregenpfeifer aufgezogen worden. Angesichts der großen Gefahren, denen die alljährlich bis zur Küste Marokkos ziehenden Vögel ausgesetzt sind, sei diese Quote »gigantisch«, sagt Wreesmann.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.06.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!