Zum Inhalt der Seite

Doping

Personalie Godefrot

Wiesbaden/Gent. Infolge seines Doping-Geständnisses ist Rolf Aldag am Montag fünf Stunden lang vom Bundeskriminalamt Wiesbaden zu den Dopingpraktiken im ehemaligen Team Telekom verhört worden. Er habe allerdings wie schon auf der Pressekonferenz in Bonn keine Namen weiterer Täter nennen können, sagte der Sportdirektor des T-Mobile-Teams anschließend. Auch über mögliche Verwicklungen des früheren Teamchefs Walter Godefroot habe er keine konkreten Kenntnisse. Godefroot, von 1992 bis 2005 Teamchef der Profi-Radrennställe Telekom und T-Mobile, hat die Organisation von Doping in den von ihm geführten Mannschaften bestritten. Der 63jährige, der seit Saisonbeginn Berater beim Astana-Team ist, widersprach auf einer Pressekonferenz in Gent damit Aussagen des früheren Telekom-Masseurs Jef D’hont. (sid/jW)

Nolympia

Frankfurt/Main. Erik Zabel nimmt wegen seiner Dopingvergangenheit von dem Traum Abschied, seine Karriere bei den Olympischen Spiele 2008 in Peking zu beenden, Rolf Aldag wird seine exponierte Repräsentanten-Rolle beim T-Mobile Team reduzieren und sich auf die »internen Aufgaben« konzentrieren. Diese Vereinbarungen wurden beim Treffen der beiden früheren Telekom-Radprofis mit DOSB-Präsident Thomas Bach und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper in Frankfurt getroffen. Zudem wollen sich beide »intensiv« in den Antidoping-Kampf des Deutschen Olympischen Sportbundes einbringen. Der Milram-Profi Zabel hofft aber weiter auf einen Start bei der Straßen-WM Ende September in Stuttgart. Offen ist, ob er seinen Vertrag über 2007 hinaus erfüllt. (sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2007, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!