-
11.05.2007
- → Feminismus
Intersexuelle ohne Lobby
Berlin. Gegen die Ignoranz der Politik gegenüber den Belangen intersexueller Menschen hat sich Barbara Höll von der Linksfraktion im Bundestag gewandt. Anläßlich der Antwort der Bundesregierung auf zwei Kleine Anfragen ihrer Fraktion zur rechtlichen und gesellschaftlichen Stellung von Menschen, deren Körper sich nicht eindeutig in das »Schema männlich oder weiblich« einordnen läßt, wies sie vergangenen Sonntag auf die »oft verzweifelte Lage« der Betroffenen hin. Die in der BRD übliche operative Herstellung eindeutiger Genitalien kurz nach der Geburt hat auch nach Informationen der Bundesregierung gravierende körperliche und psychische Folgen. Viele Betroffene wünschen sich die Rückkehr zu ihrem Ursprungszustand und die Anerkennung als Intersexuelle auch in personenstandsrechtlicher Hinsicht. Diese Forderungen würden von der Regierung ignoriert, erklärte Höll.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus