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Verfassungsschutz erkennt NPD als Gefahr

Köln. Der Verfassungsschutz hat vor einem Vordringen der neofaschistischen NPD in die »Mittelschicht« gewarnt. In einem neunseitigen Papier heißt es, es sei der NPD gelungen, »in einigen Regionen an die gesellschaftliche Alltagsrealität anzudocken«. Das Kölner Bundesamt weißt darauf hin, daß die NPD deutlich höhere Zustimmungswerte bei Wahlen in Ostdeutschland erreicht. Bei männlichen Erst- und Jungwählern habe sie in Mecklenburg-Vorpommern mit 23 Prozent mit der SPD gleichgezogen und sei mit ihr auch stärkste Partei geworden. Die Mitgliederzahl der NPD habe nach den Erkenntnissen eine »steigende Tendenz«. 2005 lag sie laut Verfassungsschutz bei 6000, im vergangenen Jahr nach NPD-Angaben bei 7000. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2007, Seite 2, Inland

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