Zum Inhalt der Seite

Ver.di: Telekom-Plan »unrealistisch«

München. Im Streit um die Ausgliederung von 50000 Telekom-Beschäftigten hält die Gewerkschaft ver.di das von Vorstandschef René Obermann genannte Einsparziel von 500 bis 900 Millionen Euro für »völlig unrealistisch«. Ihr Verhandlungsführer Lothar Schröder sagte dem Nachrichtenmagazin Focus: »Da muß sich das Management etwas anderes überlegen«.

Der Gewerkschafter machte deutlich, daß auch Obermanns Aussage, das Topmanagement sei ebenfalls zu Abstrichen bereit, ver.di nicht dazu bewegen werde, einer Kürzung der Gehälter um zwölf Prozent zuzustimmen. »Wenn der Vorstand verzichtet, ist das lange nicht das Gleiche wie bei einer Callcenter-Agentin. Hat sie 20 Prozent weniger Lohn, bricht ihr ganzes Familienmodell zusammen«, so Schröder, der als Beschäftigtenvertreter im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt. Die Tarifverhandlungen über die Ausgliederung von Kundendienst, Netztechnik und Callcentern werden am Dienstag fortgesetzt.

(AP/jW)
junge Welt

Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?

Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.

Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Danke für Deine Spende.
Sie macht junge Welt Journalismus erst möglich.
Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!