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11.04.2007
- → Ausland
Sarkozy gibt Frankreich Nachhilfe in Genetik
Paris. Der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy (UMP) hat mit Aussagen über eine genetische Vorherbestimmung von Kinderschändern und Selbstmördern einen Sturm der Empörung ausgelöst. Im Interview mit dem Philosophie Magazin sagte der Exinnenminister: »Ich neige zu der Annahme, daß man als Pädophiler geboren wird.« Auch der Selbstmord von bis zu 1300 Jugendlichen pro Jahr habe eine genetische Ursache, zitierte das Magazin Sarkozy.
Der Zentrumskandidat François Bayrou (UDF) warf Sarkozy vor, seine Einstellung seien für eine Demokratie zu Beginn des 21. Jahrhunderts unangemessen. Selbst die katholische Kirche reagierte entrüstet. Am beunruhigendsten sei die Idee, daß man sein Schicksal nicht beeinflussen könne, sagte der Pariser Erzbischof André Vingt-Trois.
(AP/jW)
Der Zentrumskandidat François Bayrou (UDF) warf Sarkozy vor, seine Einstellung seien für eine Demokratie zu Beginn des 21. Jahrhunderts unangemessen. Selbst die katholische Kirche reagierte entrüstet. Am beunruhigendsten sei die Idee, daß man sein Schicksal nicht beeinflussen könne, sagte der Pariser Erzbischof André Vingt-Trois.
(AP/jW)
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