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Hungerstreik in Guantánamo

Washington. Mehrere muslimische Häftlinge des US-Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba sind einem Zeitungsbericht zufolge in den Hungerstreik getreten. Die 13 Gefangenen protestierten gegen die harschen Bedingungen in einem neuen Hochsicherheitskomplex des Gefängnisses, zitierte die New York Times in ihrer Internetausgabe am Sonntag Anwälte der Inhaftierten. In den Abschnitt sind seit vergangenen Dezember 160 Gefangene verlegt worden. Die US-Armee begann demnach mit der Zwangsernährung der Hungerstreikenden. Diese würden so streng beobachtet, daß sie sich nicht zu Tode hungern könnten, berichtete die Zeitung weiter.

Zuletzt hatte die US-Armee dem Blatt zufolge Anfang 2006 so viele hungerstreikende Gefangene mit Zwang ernähren müssen. Die Gefängnisleitung habe damals die Methode eingeführt, Gefangene an einem Stuhl festzuschnallen und die Nahrung über Schläuche durch die Nasenlöcher zu verabreichen. Derzeit sind etwa 385 Häftlinge in Guantánamo in Haft.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.04.2007, Seite 1, Ausland

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