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Schwimm-WM

Gesamtbild düster

Melbourne. Deutsches Favoritensterben bei der Schwimm-WM in Melbourne. Am Montag standen die 100 Meter Rücken auf dem Programm. Antje Buschschulte flog ebenso im Halbfinale raus wie ihr Lebensgefährte Helge Meeuw. Das Erstaunen war groß, gilt die Magdeburgerin doch als Frau Zuverlässig. Die Halbfinalteilnahme hatte sie ihrer Teamkollegin Janine Pietsch voraus. Die 50-Meter-Weltrekordlerin war schon vor den Halfinals ausgeschieden.

Am ersten Wettkampftag war die Frauen-Freistilstaffel unter den Erwartungen durchgetaucht, hatte nicht den Titel, nicht mal Bronze gewonnen. Es herrscht Frust im DSV-Lager. Thomas Rupprath maulte nach einer miserablen Vorstellung über den langsamen Schwimmanzug. Das von Sportdirektor Örjan Madsen propagierte Konzept (Ausweitung der Höhentrainingslager, Konzentration auf zentrale Trainingsmaßnahmen) ist unter Beschuß geraten. Alle Hoffnungen liegen auf Britta Steffen. Die Berlinerin startet am Freitag über ihre Weltrekordstrecke 100 Meter Freistil. (sid/jW)

Lichtblicke

Melbourne. Die Wasserspringerinnen Heike Fischer (Leipzig) und Ditte Kotzian (Berlin) haben Synchron-Silber vom 3-Meter-Brett gewonnen. Es gewannen die Chinesinnen Guo Jingjing und Wu Minxia.
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Die deutschen Wasserballer stehen nach einem 6:3 gegen die USA erstmals seit 1991 bei einer WM wieder unter den besten acht Mannschaften. »Nach dem schwachen Spiel gegen Italien haben die Jungs große Moral gezeigt. Vor allem unser Torhüter Alexander Tchigir war überirdisch«, erklärte Bundestrainer Hagen Stamm, und fügte mit Blick auf taktische Umstellungen hinzu: »Auch der Trainer war Weltklasse.« Im Viertelfinale am Mittwoch, 13 Uhr MESZ, wartet mit Olympiasieger Ungarn ein scheinbar übermächtiger Gegner.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2007, Seite 16, Sport

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