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Marbuger Bund kritisiert Kliniken

Berlin. Die Ärzteorganisation Marburger Bund wirft den kommunalen Klinikunternehmen vor, den im Vorjahr ausgehandelten Tarifvertrag bewußt zu umgehen. So sorgten zahlreiche Krankenhäuser mit einer falschen Umsetzung des arztspezifischen Tarifvertrages für Unmut unter den angestellten Ärzten. »Offensichtlich als Retourkutsche auf die Ärztestreiks« des vergangenen Jahres würden in den Kliniken nunmehr »im großen Stil« Oberärzte zu Fachärzten herabgestuft, teilte die Organisation am Montag in Berlin mit. Der hierdurch entstehende Gehaltsverlust könne bis zu 1000 Euro monatlich ausmachen. Der Marburger Bund kündigte an, Klagen von Ärzten »gegen tarifvertragswidrige Eingruppierung« zu unterstützen.

Im August 2006 hatten sich die Ärzteorganisation und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)– sehr zum Ärger der Gewerkschaft ver.di – auf einen separaten Tarifvertrag für die rund 70000 Mediziner an den 700 kommunalen Kliniken verständigt. Die Vereinbarung sah Einkommensanhebungen um zehn bis 13 Prozent sowie Verbesserungen bei der Vergütung von Ruhe- und Bereitschaftszeiten vor.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2007, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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