Zum Inhalt der Seite

Haftbedingungen für De Juana gelockert

Madrid. Die spanischen Behörden haben die Haftbedingungen für den baskischen politischen Gefangenen José Ignacio de Juana Chaos (Foto) gelockert. De Juana Chaos, der drei Monate im Hungerstreik war, soll zunächst im Krankenhaus behandelt und dann unter Hausarrest gestellt werden, sagte Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Ohne diesen Schritt wäre De Juana Chaos in den nächsten Wochen gestorben, so der Innenminister. Das Mitglied der baskischen Untergrundorganisation ETA hatte bereits 2005 eine 18jährige Haftstrafe wegen des Vorwurfs der Beteiligung an Attentaten mit 25 Toten abgesessen. Wegen der Veröffentlichung zweier Artikel mit angeblich »terroristischen Drohungen« in der Zeitung Gara war er zu weiteren zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberste Gericht hatte die Haftstrafe im Februar jedoch auf drei Jahre reduziert. De Juana Chaos war wegen der erneuten Verurteilung im November in Hungerstreik getreten.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2007, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!