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AKW-Betreiber fälschte Daten

Tokio. Der größte japanische Energiekonzern hat nach eigenen Angaben jahrzehntelang technische Daten seiner Atomkraftwerke manipuliert, um Sicherheitsinspektionen leichter zu bestehen. Wie das Unternehmen Tokyo Electric Power (TEPCO) am Donnerstag einräumte, wurden in fast 200 Fällen zwischen 1977 und 2002 Unterlagen von drei AKW gefälscht. So wurden beispielsweise Ausfälle von Pumpen des Notkühlsystems nachträglich als »Test« dokumentiert. Das Industrieministerium hatte eine entsprechende Untersuchung im Dezember angeordnet, nachdem ein Fall von Datenfälschung aus den 80er Jahren entdeckt wurde.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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