Zum Inhalt der Seite

Am Horizont: Lenin

Sieben Wochen lang haben sich vier Polarforscher zur geographischen Mitte der Antarktis durchgekämpft. Am vergangenen Freitag erreichten sie ihr Ziel. Verfehlen konnten sie es nicht. Dort steht eine Büste von Wladimir Iljitsch Lenin. Der sogenannte »Pol der Unzugänglichkeit« wurde 1958 erstmals von sowjetischen Forschern mit Schneefahrzeugen erkundet und ist der am weitesten von allen Ozeanen entfernte Punkt der Erde.

Das Team aus drei Briten und einem Kanadier, das den Pol jetzt erreichte, legte die 1700 Kilometer unmotorisiert zurück– mit Skiern und Windsegeln. »Wir bemerkten einen schwarzen Punkt am Horizont. Als wir näher kamen, erschien der Umriß der Büste – wir konnten es nicht glauben«, schrieb das von dem Kanadier Paul Landry geführte Expeditionsteam auf seiner Internetseite. »Wir sind alle so erschöpft, daß wir einfach unser Zelt aufgestellt haben – mit Lenins strengem Blick auf uns.«


Die Briten Rupert Longsdon, Rory Sweet und Henry Cookson hatten 2005 den Expeditionswettkampf »Polar Challenge« zum Nordpol gewonnen. Ihre Ausrüstung transportierten sie auf 120-Kilo-Schlitten. Der »Pol der Unzugänglichkeit« liegt etwa 870 Kilometer nordöstlich des Südpols und 3 725 Meter über dem Meeresspiegel. Zuletzt hatte 1989/90 ein französisches Expeditionsteam mit Hundeschlitten die geographische Mitte der Antarktis besucht. (AP/jW)

teamn2i.com


junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2007, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!