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Doping

Nolympia

Budapest. Zwei Jahre nach dem Olympia-Skandal um die Ungarn Adrian Annus und Robert Fazekas (die ihre Goldmedaillen aberkannt bekamen) sind erneut drei Leichtathleten des Landes wegen Dopings gesperrt worden. Laut Leichtathletik-Weltverband IAAF handelt es sich dabei um Weltklasse-Diskuswerfer Roland Varga (67,38 m), Sprinter Geza Pauer (100-m-Bestzeit 10,26 Sekunden) und Speerwurf-Rekordler Gergely Horvath (81,55 m). Bei allen wurde bei den nationalen Meisterschaften am 22. Juli in Debrecen das anabole Steroid Boldenon gefunden, das aus der Veterinärmedizin kommt und bisher selten bei Dopingfällen im Leistungssport auftauchte. Das Trio ist bis September 2008 gesperrt und darf somit nicht bei Olympia in Peking starten.(sid/jW)

Einzelprüfung

Berlin. Die deutschen Sport-Spitzenverbände wehren sich gegen den im ARD-Beitrag »Mission sauberer Sport« vom Mittwoch vermittelten Eindruck, daß Regelverstöße bei Doping-Kontrollen von ihnen ungeahndet blieben. Jeder der genannten Einzelfälle sollte geklärt werden, betonte Schwimmverbandspräsidentin Christa Thiel als Sprecherin der Spitzenverbände. Dem Beitrag zufolge scheiterten im letzten Jahr 400 Trainingskontrollen (von 4500), weil die Athleten sich nicht da aufhielten, wo sie sich ihren Angaben nach aufhalten sollten. (sid/jW)

Mengenlehre

Berlin. Nach zehnmonatigem Streit haben sich SPD und CDU auf eine Verschärfung des Arzneimittelgesetzes geeinigt, um Doping besser zu bekämpfen. Der Kompromiß folgt weitgehend der Linie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Danach wird künftig zwar der Besitz »nicht geringer Mengen« an Dopingmitteln unter Strafe gestellt, um gegen die organisierte Kriminalität effektiver vorgehen zu können; positiv getestete Athleten unterliegen aber weiter grundsätzlich nur der Sportgerichtsbarkeit. Das Gesetz soll Ende des Jahres verabschiedet werden.

(sid/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2007, Seite 16, Sport

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