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Murat Kurnaz sagt vor Ausschuß aus

Berlin. Der zum Untersuchungsausschuß umgewandelte Verteidigungsausschuß des Bundestages klärt seit Mittwoch die schweren Vorwürfe des Bremer Türken Murat Kurnaz (Foto) gegen Bundeswehrsoldaten. Dabei geht es um die Frage, ob Kurnaz, wie von ihm geschildert, bei seiner Inhaftierung in Afghanistan 2002 von Angehörigen des Kommandos Spezialkräfte (KSK) mißhandelt worden ist. Ferner will sich das Gremium ein allgemeines Bild des KSK-Einsatzes in Afghanistan machen. Dazu wollte der Ausschuß zunächst ihren damaligen Kommandeur befragen.

Kurnaz war Ende 2001 in Pakistan verhaftet und an die US-Amerikaner übergeben worden, die ihn zunächst in ein Lager nach Afghanistan brachten. Anfang 2002 wurde Kurnaz von dort ins US-Sondergefängnis Guantánamo auf Kuba geflogen und erst am 24. August 2006 freigelassen. Am heutigen Donnerstag soll er auch vor dem BND-Untersuchungsausschuß des Bundestages aussagen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2007, Seite 1, Inland

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