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HIV/AIDS-Risiko für Frauen steigt

Addis Abeba. Immer mehr Frauen in Äthiopien, vor allem in ländlichen Gebieten, infizieren sich mit dem HI-Virus. Ursache ist die Diskriminierung der Frauen in dem nordostafrikanischen Land: Sexuelle Gewalt, auch innerhalb der Ehe, ist weit verbreitet. Im Jahr 2005 waren nach einem neuen Bericht des nationalen Büros zur HIV/AIDS-Prävention und -kontrolle (FHAPCO) 55 Prozent der 1,32 Millionen HIV-infizierten Äthiopier Frauen.

Auf dem Lande werden Mädchen häufig schon mit sieben oder acht Jahren mit wesentlich älteren Männern verheiratet, kritisiert das Weltkinderhilfswerk UNICEF. Die Folge sind oft frühe Schwangerschaften und eine der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten der Welt. Zudem leisten Traditionen der Verbreitung des tödlichen Virus Vorschub. Dazu zählt die landesweit praktizierte Genitalverstümmelung.

(IPS/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2007, Seite 15, Feminismus

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