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11.01.2007
- → Feuilleton
Klaus Poche tot
Am Dienstag verstarb der Schrifsteller, Dramaturg und Illustrator Klaus Poche im Alter von 79 Jahren. Geboren 1927 in Halle/Saale, hatte er sich nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft erst als Krankenpfleger, Dekorateur, Kraftfahrer und Zeichenlehrer durchgeschlagen, bevor er Redakteur bei der BZ am Abend wurde. Seit 1954 lebte Poche als freier Schriftsteller in Ostberlin. In den sechziger Jahren begann er mit dem Drehbuchschreiben (»Jahrgang 45«, »Die Verantwortung«, »Rottenknechte«), 1976 unterzeichnete er die Resolution von DDR-Intellektuellen gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann. 1978 bekam er Probleme, weil er am Fernsehspiel »Geschlossene Gesellschaft« , daß die Probleme einer sozialistischen Ehe schilderte, mitgewirkt hatte. Für seinen autobiographischen Roman »Atemnot« fand er in der DDR keinen Verlag mehr, es erschien im Westen – genauso wie Poche, der 1979 aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen wurde und Ende 1979 in die BRD ausreiste, wo ihn »seine Erzählkunst, sein inspirierender Witz und seine menschliche Beobachtungsgabe« (Fritz Pleitgen) wiederum zu einem erfolgreichen Drehbuchautor machten.
(jW)
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