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Britische Probleme (1)

Oscar-Preisträgerin Emma Thompson kritisiert die Unternehmenspolitik der britischen Nobelmarke Burberry (die Kleidung für Adelsspießer und solche, die es werden wollen herstellt). Die Entscheidung der Firmenspitze, eine Fabrik in Südwales zu schließen und die Produktion nach China zu verlagern, käme einer »Bastardisierung« der Marke gleich, erklärte Thompson am Sonntag. In einer Zeit, in der alle Unternehmen ihre ethischen Standards überprüfen und »ehrenwerte Praktiken über Gewinnstreben« stellen (wo bitte, geschieht das, Frau Thompson?), forderte sie Burberry auf, die Entscheidung zu überdenken. »Wenn ich Kleidung kaufe, achte ich immer darauf, wo sie gemacht wurde«, betonte die Schauspielerin. Wenn etwas so klar britisch, aber »made in China« sei, lege sie es oft zurück, weil sie »unternehmerische Gier« und inakzeptabel niedrige Löhne für die Hersteller der Ware befürchte, fügte Thompson hinzu (na gut). Die Fabrik im walisischen Treorchy soll im März geschlossen werden, bedroht sind 300 Arbeitsplätze.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2007, Seite 12, Feuilleton

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