-
23.12.2006
- → Ausland
Haditha-Massaker: Offiziere angeklagt
Camp Pendleton. Rund ein Jahr nach einem Massaker amerikanischer Truppen in der irakischen Ortschaft Haditha geht die US-Militärjustiz gegen vier Offiziere der Marineinfanterie vor. Die Offiziere – der ranghöchste ist ein Oberstleutnant – hätten nichts gegen »das Vorgehen ihrer Untergebenen« unternommen oder es später gedeckt, heißt es in der Anklage. Vorgeworfen wird ihnen Pflichtversäumnis und die Unterlassung angemessener Ermittlungen zur Klärung der Vorgänge in Haditha, bei denen 24 irakische Zivilpersonen ermordet wurden. Vier Soldaten wurden vor dem Militärgericht in Camp Pendleton in Kalifornien am Donnerstag wegen Totschlags angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, in Haditha nördlich von Bagdad bis zu 24 irakische Zivilpersonen willkürlich erschossen zu haben. Anwälte der US-Soldaten haben betont, ihre Mandanten hätten sich so verhalten, wie sie es gelernt hätten.
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland