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Freispruch für Landowsky verlangt

Berlin. Zu Beginn der Verteidigerplädoyers im sogenannten Bankenprozeß hat am Freitag der Anwalt des früheren BerlinHyp-Vorstands und Ex-CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky einen Freispruch beantragt. Rechtsanwalt Wolfgang Müllenbrock sprach von einer Kampagne der Gegner seines Mandanten, durch die »ein unbescholtener und politischer Denker ausgeschaltet« werden sollte.

Oberstaatsanwältin Vera Junker hatte am Mittwoch für den Expolitiker drei Jahre Haft wegen besonders schwerer Untreue gefordert. Auch die Vorwürfe gegen die mitangeklagten zwölf Spitzenfunktionäre der BerlinHyp sah die Anklägerin bestätigt und beantragte Strafen von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung bis vier Jahre Haft. Nach Überzeugung von Junker haben die Angeklagten 1996 und 1997 einer Kreditvergabe an die Immobilienfirma Aubis über 235 Millionen Euro für Ankauf und Sanierung von Plattenbauten in Ostdeutschland zugestimmt, ohne die Bonität der Aubis-Chefs und ein Leerstandsrisiko ausreichend geprüft zu haben. Der Prozeß wird am 5. Januar fortgesetzt.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2006, Seite 4, Inland

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