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Unternehmer: Druck auf Merkel

Berlin. Die deutschen Wirtschaftsverbände haben Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Unnachgiebigkeit im Streit um den Klimaschutz mit der Europäischen Union aufgefordert. In einem am Sonntag veröffentlichten offenen Brief wenden sie sich gegen Zugeständnisse beim Emissionshandel. »Eine überzogene Vorreiterrolle Europas und innerhalb dessen noch eine spezielle Vor-Vorreiterrolle Deutschlands« führe wirtschaftlich zu gravierenden Wettbewerbsnachteilen, heißt es in dem vom Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Jürgen Thumann, initiierten Schreiben. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte daraufhin gegenüber AP am Sonntag vor allem die Energiekonzerne auf, ihre Selbstverpflichtung beim Ausstoß von Treibhausgasen einzuhalten. Die Bundesregierung setze sich bei den Gesprächen mit der EU-Kommission auch für die Belange der deutschen Industrie ein, so Gabriel.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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