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Siemens: Buchhalter gesprächig

Frankfurt/Main. Im Siemens-Skandal um schwarze Kassen und Schmiergeld hat der Chefbuchhalter der Kommunikationssparte Com angeblich seine Vorgesetzten beschuldigt. Sein Anwalt Steffen Ufer erklärte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, fast jeder in dem Konzern »außer vielleicht die Putzfrau« habe von der Zahlung illegaler Provisionen gewußt. Später betonte Ufer, es sei ein Mißverständnis, daraus zu schließen, daß sein Mandant gegen den früheren Vorstandschef und heutigen Aufsichtsratvorsitzenden Heinrich von Pierer ausgesagt habe. Dies hatte der Tagesspiegel zunächst berichtet. Ufer sagte dem Berliner Blatt zufolge, er selbst habe allerdings den Eindruck, auch der Zentralvorstand habe von den Schmiergeldpraktiken wissen müssen. Pierer wies die Vorwürfe zurück und schloß einen Rücktritt aus. »Ich habe mir nichts vorzuwerfen«, sagte er der Welt am Sonntag.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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