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GIs behindern Roten Halbmond

Genf. Der Irakische Rote Halbmond fühlt sich in seiner Arbeit von den US-Truppen stärker behindert als durch Angriffe Aufständischer. Dies erklärte der Vizepräsident der Organisation, Dschamal Al Karbuli, am Freitag in Genf. Die US-Truppen im Irak seien ein größeres Problem als andere Kräfte, sagte er. Der Rote Halbmond gehört zur Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Büros des Roten Halbmonds in Bagdad, Anbar und Nadschaf seien wiederholt von Koalitionstruppen angegriffen worden, die nach Aufständischen suchten. Al Karbuli sprach von einer aggressiven Vorgehensweise der Soldaten. Wiederholt hätten Angehörige der multinationalen Streitkräfte Türen und Fenster des Hauptquartiers des Roten Halbmonds eingeschlagen, »nur um zu schauen, und sie fanden nichts, und sie gingen wieder«.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.12.2006, Seite 1, Ausland

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