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Parlament in Belfast evakuiert

Belfast. Die britisch orientierten Protestanten Nordirlands sorgten am Freitag für einen Rückschlag im Friedensprozeß. Der Vorsitzende der rechten Democratic Unionist Party (DUP), Pastor Ian Paisley, lehnte es ab, die Führung einer gemeinsamen Regierung mit der nordirischen Freiheitspartei Sinn Fein zu übernehmen. Nach der Rede Paisleys erzwang der protestantische Rechtsradikale Michael Stone mit einer Bombendrohung die Räumung des Parlaments in Belfast. Er warf eine Tasche in das Foyer des Parlamentsgebäudes und rief, daß sie eine Bombe enthalte.

Der britische Premierminister Anthony Blair und der irische Regierungschef Bertie Ahern hatten den Konfliktparteien eine Frist bis zum 24. November gesetzt, um die zusammengebrochene Regierung zu erneuern und abwechselnd den Regierungschef zu stellen. Die Teilung der Regierungsverantwortung ist ein Kernstück des Karfreitagsabkommens von 1998.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.11.2006, Seite 1, Ausland

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