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Massenentführung in Bagdad

Bagdad. Mehrere Dutzend Männer in Polizeiuniformen haben am Dienstag etwa 150 Menschen aus einem irakischen Regierungsinstitut in Bagdad verschleppt. Es war die größte Massenentführung im Irak seit Beginn der US-Besatzung im März 2003. Bei den Verschleppten handelt es sich um männliche Mitarbeiter und Besucher der Forschungseinrichtung. Drei der Entführten wurden am Nachmittag von den Kidnappern unversehrt wieder freigelassen. Eine Augenzeugin sagte, einige der Entführer seien maskiert gewesen und hätten blaue Tarnuniformen getragen – typisch für Sondereinheiten der Polizei, die dem US-kontrollierten Innenministerium unterstellt sind.

Nur wenige Stunden vor der Entführung hatten US-Truppen im Bagdader Stadtteil Schula Anhänger des schiitischen Geistlichen und Besatzungsgegners Muqtada Al Sadr getötet. Laut Augenzeugen waren auch Kampfflugzeuge im Einsatz.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2006, Seite 1, Ausland

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