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Krankenhäuser durchsucht

Bonn/Hamburg. Das Bundeskartellamt hat wegen des Verdachts eines Kartellrechtsverstoßes mehrere Hamburger Krankenhäuser durchsucht. Es handele sich um eine bislang einmalige Aktion in der Zentrale einer deutschen Klinikkette, sagte eine Sprecherin des Amtes am Mittwoch in Bonn. Konkret geht es um die geplante Übernahme des in freigemeinnütziger Trägerschaft stehenden Hospitals »Mariahilf« in Hamburg durch den Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK), an dem nach einer Teilprivatisierung der private Krankenhauskonzern Asklepios beteiligt ist. Kartellamtspräsident Ulf Böge erklärte, es bestehe der Verdacht, daß der LBK bereits die Kontrolle über das Krankenhaus »Mariahilf« übernommen hat oder zumindest bereits einen »wettbewerblich erheblichen Einfluß« auf das Krankenhaus ausübt, obwohl die Fusion noch nicht genehmigt ist.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2006, Seite 9, Kapital & Arbeit

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