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09.11.2006
- → Natur & Wissenschaft
Gorilla-Aids
Forscher haben nun auch bei Gorillas ein Aids-ähnliches Virus gefunden. Die Entdeckung bei den Wildtieren in Kamerun sei von großer wissenschaftlicher und praktischer Tragweite, betonten die französischen Experten in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature: Gorillas werden als Nahrungsmittel und zur medizinischen Nutzung gejagt, und es sei möglich, daß diese Praktiken für die auf den Menschen übertragbare Tierkrankheit HIV-1 Gruppe O verantwortlich sind. Die betroffenen Gorillas, die das HIV-ähnliche SI-Virus (Simian immunodeficiency virus) tragen, »könnten eine ständige Gefahr für Menschen darstellen«. Mehrere Affen-Arten tragen Aids-Viren, erkranken anders als Menschen aber nicht an der Immunschwäche. Forscher gehen derzeit davon aus, daß am Ursprung der Krankheit Schimpansen stehen. Diese dürften vor einigen Jahrzehnten das SI-Virus auf Menschen übertragen haben, vermutlich durch den Biß eines Tieres oder durch die Verletzung eines Jägers, der sich das Virus beim Schneiden von Affenfleisch zuzog. Auch die für die neue Studie untersuchten Westlichen Gorillas (wissenschaftlicher Name: Gorilla gorilla) wurden nach Einschätzung der Forscher vermutlich von Schimpansen angesteckt.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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