Zum Inhalt der Seite

Heiße Paranoia vor dem Islam

Erfurt. Aus Angst vor der Ausbreitung des Islam hat sich in Erfurt ein evangelischer Pfarrer selbst verbrannt. Der 73jährige habe in Briefen die Motive für seine Verzweiflungstat erklärt, sagte die Erfurter Pröpstin Elfriede Begrich am Mittwoch unter Verweis auf die Ehefrau des Mannes. Er habe bereits seit Jahren in den Kirchengremien mehr Aufmerksamkeit für die Auseinandersetzung mit dem Islam gefordert. Laut Polizei hatte sich der Expfarrer am Reformationstag in einer Baugrube auf dem Klostergelände mit Benzin übergossen und in Flammen gesetzt.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2006, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!