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US-Angst

Sowas kommt von sowas: In der US-amerikanischen Öffentlichkeit wächst offenbar die Besorgnis über den Zustand der Außenpolitik. Nach einer Umfrage des Instituts Public Agenda fürchten die Amerikaner, daß sie im Ergebnis der imperialistischen Weltordnungskriege ihrer Regierung bei Auslandsreisen zunehmend gefährdet sind. Das Forschungsinstitut veröffentlichte am Mittwoch erstmals einen »Angstindikator«. Auf einer Skala von 0 bis 200 wurde anhand der Ergebnisse zu fünf Fragen ein Wert von 130 ermittelt. Dies bedeute, daß die Unsicherheit hinsichtlich der internationalen Stellung des Landes einen ziemlich hohen Wert erreicht habe, sagte der Vorsitzende des Instituts, Daniel Yankelovich. »Es ist nicht einfach ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Politik, die die Leute beunruhigt«, erklärte Yankelovich. »Es ist der Irak, es ist die Gefahr eines Terroranschlags, es ist die Abhängigkeit bei der Energieversorgung, es ist unser verringertes Ansehen in der Welt, es ist die Zunahme des islamischen Extremismus.«. Im einzelnen waren 87 Prozent der Befragten der Auffassung, daß die Bedrohungen der nationalen Sicherheit übertrieben dargestellt würden.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2006, Seite 13, Feuilleton

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