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650000 Zivilisten im Irak getötet

London. Nach dem Einmarsch der US-geführten Besatzungstruppen in den Irak sind laut einer Studie über 650000 irakische Zivilisten eines gewaltsamen Todes gestorben. Bei gut der Hälfte der Opfer (56 Prozent) im Zeitraum von März 2003 bis Juli 2006 seien Schußverletzungen die Todesursache gewesen, berichteten US-Gesundheitsexperten und Wissenschaftler der Universität Bagdad in einer am Donnerstag in der britischen Wissenschaftszeitschrift The Lancet veröffentlichten Untersuchung. Die Besatzungstruppen sind demnach für 31 Prozent der Todesfälle unmittelbar verantwortlich. Insgesamt wurden für den untersuchten Zeitraum 654965 Todesfälle als direkte oder indirekte Folgen der US-Besatzung eingeschätzt. Damit sei die Sterberate im Irak seit Beginn der Okkupation von 5,5 auf 13,3 Tote pro 1000 Einwohner gestiegen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2006, Seite 1, Ausland

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