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Doping: Mehr Kontrolle

Peking. Dick Pound, der Chef der Welt-Antidoping-Agentur, hat Olympia-Gastgeber China ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. China habe im »Antidopingkampf« zwar Fortschritte gemacht, sei aber noch weit entfernt von einem perfekten Zustand, erklärte der Kanadier am Dienstag in Peking. Die im August aufgedeckten Vorfälle in einer chinesischen Schule hätten das Problem offengelegt, und »das ist bestimmt nicht der einzige Fall«, mutmaßte Pound. Fahnder hatten an der Anshan-Schule in der Nordost-Provinz Liaoning insgesamt 450 Flaschen mit Dopingpräparaten wie EPO, Testosteron und anabolen Steroiden entdeckt, mit denen die Leistungen von 15- bis 18jährigen Schülern für einen Provinz-Wettkampf in der Leichtathletik gesteigert werden sollten. Pound forderte die Chinesen auf, die Anzahl der Dopingtests zu erhöhen. In China würden derzeit 7000 Tests pro Jahr durchgeführt, in Australien seien es 8000. Dies sei ein Mißverhältnis angesichts der Größe Chinas.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.10.2006, Seite 16, Sport

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