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Menschenhandel in Nigeria nimmt zu

Genf. In Nigeria floriert der Handel mit Frauen und Mädchen. Viele von ihnen enden in europäischen Bordellen, vor allem in Großbritannien und Italien. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Montag veröffentlichter Bericht des norwegischen International Peace Research Institute Oslo (PRIO), der sich mit der Migration und Menschenhandel von Nigeria nach Europa befaßt. Die meisten nigerianischen Familien sehen nur in der Flucht eines ihrer Kinder nach Europa die Chance, der bitteren Armut zu entkommen. Um Europa zu erreichen, müssen sie 40000 bis 100000 US-Dollar zahlen. Die meisten bleiben ein Leben lang verschuldet.

Hunderttausende Nigerianer leben in Europa, die Hälfte davon in Großbritannien. An zweiter Stelle steht Italien, wo sich auch die meisten nigerianischen Opfer von Menschenhandel befinden.

(IPS/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2006, Seite 15, Feminismus

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