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Fußball-Randspalte

Sklavenjob

London. Teammanager Jose Mourinho vom englischen Fußballmeister FC Chelsea hat seinen Spieler Claude Makelele als »Sklaven« bezeichnet. Der französische Nationalspieler hatte nach dem verlorenen WM-Finale seinen Rücktritt erklärt, war von Trainer Raymond Domenech aber dennoch für die anstehenden Spiele in der EM-Qualifika­tion gegen Italien und Georgien berufen worden. Aus Angst vor einer Sperre für seinen Klub kam der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler der Nominierung trotz Bedenken nach. Makelele selbst erklärte, die Situation sei zwar »delikat«, allerdings werde er seinen »Job machen«. (sid/jW)

Rekordsachsen

Riesa. Die Kicker des sächsischen Bezirksklasse-Vereins TSV Stahl Riesa sind seit ihrer Gründung am 31. März 2003 in 76 Punktspielen ungeschlagen und damit deutscher Rekordhalter. Die Elbestädter überflügelten durch ihren 3:1-Sieg über die SG Kesselsdorf den TSV Buchbach aus Bayern, der zwischen dem 19. August 1995 und dem 24. Mai 1998 ungeschlagen war. Der TSV hatte nach der Insolvenz des früheren DDR-Oberligisten Stahl Riesa dessen Nachfolge angetreten und am 31. August 2003 in der 2. Kreisklasse sein erstes Punktspiel bestritten. Seitdem erzielte das Team 74 Siege und zwei Remis und stieg von der 10. in die 7. Liga auf.

(sid/jW)

Propaganda: 500-Euro-Gefühl

Bonn. Fußball ist eine harte Droge. Die teilweise unerwarteten Erfolge der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM haben bei vielen Verbrauchern offenbar zu einer Überschätzung ihrer ökonomischen Situation geführt. So wollen Wissenschaftler der Universität Bonn in einer Studie herausgefunden haben, daß die Deutschen ihre Lage während der WM so positiv eingeschätzt haben, als ob sie knapp 500 Euro mehr in der Tasche hätten.


(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2006, Seite 16, Sport

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