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Debatte um Privatisierung

Berlin. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus hat Kritik an angeblichen Plänen geäußert, wonach das Land nach der Wahl weitere 15000 Wohnungen verkaufen will. Grünen-Spitzenkandidatin Franziska Eichstädt-Bohlig warf der SPD-Linkspartei-Landesregierung am Mittwoch »Wahlbetrug und Heuchelei« vor. SPD und Linkspartei beteuerten hingegen, an dem Beschluß festzuhalten, zur Abwendung einer Insolvenz der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) nicht mehr als 3000 Wohnungen zu veräußern. Der Tagesspiegel hatte am Mittwoch aus einem Bericht der WBM-Wirtschaftsprüfer zitiert, wonach kurz nach der Wahl 15000 Wohnung der WBM verkauft werden sollen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2006, Seite 4, Inland

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