-
28.07.2006
- → Ausland
ai schickt Kommission in den Libanon
Berlin. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) will eine Kommission in den Libanon entsenden, um mögliche Kriegsverbrechen zu untersuchen. Die Generalsekretärin der deutschen ai-Sektion, Barbara Lochbihler, sagte der Rheinischen Post vom Donnerstag, es habe »schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts« im Nahostkrieg gegeben, und zwar auf seiten der Hisbollah und Israels. An die Adresse Israels gewandt sagte Lochbihler: »Man muß nach der Genfer Konvention die Verhältnismäßigkeit wahren.« Das gelte auch bei Angriffen auf zivile Objekte, von denen man annehme, daß sie von anderen für militärische Zwecke genutzt werden. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland