Zum Inhalt der Seite

Kongo: Friedensvereinbarung kurz vor den Wahlen

Foto: AP
Kinshasa. Unter UN-Vermittlung ist eine Friedensvereinbarung für die Unruheprovinz Ituri im Osten Kongos zustande gekommen. Mit dem Abkommen wird ein »Ende des bewaffneten Konflikts« vereinbart. Die Unterzeichner verpflichteten sich, den geregelten Ablauf der Wahl am Sonntag zu ermöglichen (unser Bild zeigt eine Kongolesin mit dem Plakat des Kandidaten Pierre Pay Pay). Die Friedensvereinbarung soll auch die Chance auf eine Rückkehr für 200000 Flüchtlinge eröffnen, die seit 1999 aus ihrer Heimat vertrieben sind und aus Furcht vor den Einheiten der Revolutionären Bewegung Kongos (MRC) nicht zurückzukehren wagten.

Den MRC-Kämpfern wurde eine Generalamnestie zugesichert. Die Rebellengruppe hatte seit Jahren mehrere tausend Kämpfer unter Waffen. Das Abkommen wurde vom UN-Beauftragten Charles Gomis gegengezeichnet. Für das Präsidialamt in Kinshasa unterzeichnete Oberst Mukunto Kiyana-Tim, für die aufständische MRC deren Kommandeur Mathieu Nagudjolo. Nach Angaben von Hilfsorganisationen sind in dem Ituri-Konflikt rund 60000 Menschen ums Leben gekommen.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2006, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!