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Massengräber in Nordkolumbien entdeckt

Massengräber in Nordkolumbien entdeckt

Bogotá. Die kolumbianischen Behörden haben drei Massengräber mit mutmaßlichen Opfern rechtsgerichteter Paramilitärs entdeckt. Forensik-Experten fanden in der nördlichen Provinz La Guajira nach Behördenangaben vom Montag die Überreste von 43 Leichen, die offenbar in den vergangenen drei Jahren von den »Vereinigten Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens« (AUC) ermordet worden waren. Vorausgegangen waren Tips von früheren Mitgliedern dieser paramilitärischen Gruppe. Im April war die Entwaffnung von 31000 AUC-Kämpfern abgeschlossen worden. Präsident Alvaro Uribe bot den Milizionären im Gegenzug zu ihrer freiwilligen Entwaffnung weitgehende Amnestie an. Die AUC war in den 1980er Jahren von reichen Großgrundbesitzern gegründet worden, um linke Guerilleros zu bekämpfen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2006, Seite 6, Ausland

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