Zum Inhalt der Seite

Hunderte Tote und Verletzte – Tropensturm »Bilis« verwüstete den Südosten Chinas

Foto: AP
Peking. Nach dem Tropensturm »Bilis« im Südosten Chinas ist die Zahl der Todesopfer am Montag auf mindestens 178 gestiegen. 138 Menschen wurden noch vermißt, wie die staatlichen Medien berichteten. Im gesamten Unwettergebiet wurden Häuser zerstört, Ackerland weggespült sowie Bahnstrecken und Straßen unterbrochen. Meteorologen sagten für die Provinz Guangdong weitere heftige Regenfälle voraus. Die Zeitung China berichtete, am schwersten betroffen sei die Provinz Hunan, in der mindestens 92 Menschen getötet worden seien. 14 Bergleute kamen ums Leben, als ein Kohlebergwerk nach einem Dammbruch überflutet wurde. In der Küstenprovinz Fujian starben 43 Menschen, in Guangdong 33 Menschen. Weitere Opfer gab es dem Fernsehen zufolge in Jiangxi und zwei weiteren Provinzen. Nähere Einzelheiten wurden aber nicht genannt.

»Bilis« hatte am Freitag das Festland erreicht; zuvor waren mehr als 250000 Küstenbewohner in Sicherheit gebracht worden. Tausende weitere flohen später aus ihren Häusern. Fast 37000 Hektar Ackerland sowie mehr als 30000 Häuser wurden zerstört. In der Provinz Fujian – unser Foto zeigt den zerstörten Ort Nansheng – und Zhejiang entstanden Schäden in einer geschätzten Höhe von 1,1 Millionen Yuan (110 Millionen Euro). In Sükorea kamen bei heftigen Unwettern mindestens 13 Menschen ums Leben, 18 weitere wurden noch vermißt. Massive Regenfälle lösten Erdrutsche und Springfluten aus. In der am schwersten betroffenen Provinz Gangwon waren in weiten Teilen die Stromversorgung und die Telefonverbindungen unterbrochen. Am Montag erwarteten Meteorologen weitere Regenfälle und warnten davor, daß der Fluß Han über die Ufer treten könnte. Auch aus Nordkorea wurden heftige Regenfälle und überflutetes Ackerland gemeldet.


(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2006, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!