Zum Inhalt der Seite

VBE: Migranten sollen Lehrer werden

Berlin. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) ermuntert junge Zuwanderer, sich für ein Lehramtsstudium zu entscheiden. Bisher seien in Deutschland zu wenige Menschen mit Migrationshintergrund in pädagogischen Berufen tätig, sagte Verbandschef Ludwig Eckinger am Donnerstag mit Blick auf den »Integrationsgipfel« am Freitag in Berlin. Es dürfe in den Bundesländern »keine Barrieren für Migranten geben, um in besonders sensiblen Berufen wie Lehrer oder Erzieher tätig werden zu können«. Eckinger sprach sich aber dagegen aus, Lehrer mit Migrationshintergrund vorrangig an Schulen mit hohen Migrantenanteilen einzusetzen. Sein Verband sei grundsätzlich gegen »Ghettolehrer« an »Ghettoschulen«, weil dies die Abkopplung von Migranten im Schulsystem verschärfe.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2006, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!