Zum Inhalt der Seite

Erneut Zwangsgeld gegen Microsoft

Brüssel. Die EU-Kommission hat gegen den US-Softwarehersteller Microsoft ein Zwangsgeld von 280,5 Millionen Euro verhängt und zugleich die Gangart gegen den Konzern noch einmal verschärft. Das Unternehmen habe bis zum 20. Juni noch immer nicht die in der Bußgeldentscheidung von März 2004 verlangte Offenlegung bestimmter Computerprogramme für Wettbewerber erfüllt, teilte die Behörde am Mittwoch in Brüssel mit. Sollte Microsoft weiter nicht die Auflagen erfüllen, werde das Zwangsgeld ab dem 31. Juli auf bis zu drei Millionen Euro täglich angehoben, kündigte die Kommissison an. Microsoft will laut einem Sprecher gegen die Entscheidung juristisch vorgehen.

Im März 2004 hatte die Kommission erstmalig eine Geldbuße von 497 Millionen Euro gegen Microsoft verhängt und dem Unternehmen verschiedene Auflagen gemacht. Ursprünglich sollte der Konzern die Windows-Quellcodes, mit deren Hilfe Wettbewerber anschlußfähige Betriebssysteme für Arbeitsgruppenserver entwickeln können, bis Juni 2004 offenlegen.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2006, Seite 9, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!